Der Wunsch der Stadt Bühl nach einer ganz besonderen Innenstadtgestaltung hat der Zink Ingenieure GmbH in Lauf jetzt einen Innovationspreis eingebracht.

Lauf. Kreisel, Hauptstraße und Eisenbahnstraße im Zentrum der Stadt Bühl wurden von dem Laufer Ingenieurbüro Zink geplant und unter seiner Bauleitung auch verwirklicht. Von 60 eingereichten Projekten aus dem ganzen Bundesgebiet für den Wettbewerb »Inno 2009« des Betonverbands Straße, Landschaft, Garten erreichte es den ersten Platz in der Kategorie Technik. Die geschliffene Oberfläche mit ihrem Glanz auch bei trockener Straße und die in den Kreisel eingearbeiteten Leuchten sind die auffälligsten Besonderheiten des modernen Kreisverkehrs am Bühler Rathaus. »Technisch brillant« wurde nach Ansicht der Fachjury auch der spezielle Pflasterbund ausgeführt.

»Für die Verlegung der Kurvensätze im Kreisverkehr ist höchstes technisches Know-How notwendig«, sagte Andrea Gebhard, Präsidentin des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten, bei der Prämierung. Der Pokal aus Glas und Beton wurde zusammen mit einer Urkunde am 22. April im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/Main überreicht. »Das war etwas sehr Besonderes«, berichtete jetzt Geschäftsführerin Ursula Zink-Sackmann, die zusammen mit Hermann Müller als Planungsverantwortlichen den Preis entgegennahm. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 4000 Euro verbunden und hat bereits einen Ehrenplatz im Foyer des Unternehmens. »Sehr gute Partner« Geschäftsführer Peter Sackmann fand beim Pressegespräch gestern lobende Worte für die Stadtverwaltung Bühl:

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Foto: Michaela Gabriel – Über den Preis »Inno 2009« freuen sich (von rechts) Peter Sackmann, Ursula Zink-Sackmann, Hermann Müller und Harald Deschner von der Zink Ingenieure GmbH in Lauf.
Quelle: https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/inno-2009-fuer-zink-ingenieure

 »Wir waren sehr gute Partner und man hat die Umsetzung dort mit sehr viel Fachkompetenz begleitet.«

An den Arbeiten im Auftrag der Stadt Bühl waren beim Ingenieurbüro Zink bis zu zehn Mitarbeiter beteiligt. Für Planer Hermann Müller lag die besondere Schwierigkeit darin, dass es bisher kaum ganz aus Betonpflaster bestehende Kreisel gibt. »Ich kenne nur einen in Frankfurt bei der Messe.« Außerdem muss die Oberfläche des Bühler Pflasterkreisels mit 18 Metern Durchmesser den besonderen Belastungen von täglich rund 400 Bussen standhalten. Nur mit einer besonderen Verlegetechnik konnte das erreicht werden. Wenige Pflastersteine »Damit und wegen der integrierten LED-Leuchten ist er der einzige Kreisel dieser Art – bisher«, so der Planer. Einen weiteren besonderen Kreisel planen die Zink Ingenieure derzeit für die Stadt Offenburg. Dort soll bei der Messe der erste zweispurige Kreisverkehr im Ortenaukreis entstehen. Von Pflastersteinen als Belag sieht man dort allerdings ab, denn der mit 76 Metern Durchmesser sehr große Kreisel soll vor allem funktional sein und große Mengen Verkehr möglichst gut verteilen und voranbringen. Nur wenige Pflastersteine und eine Fahrbahn aus Asphalt bekommt voraussichtlich auch der nächste Kreisverkehr in Bühl an der Rheinstraße mit einem Durchmesser von 28 Metern. Auch dort ist das Laufer Büro mit der Ausführungsplanung beschäftigt. Zink Ingenieure Die Zink Ingenieure GmbH hat in Lauf 70 Mitarbeiter und zehn weitere in einem Büro in Offenburg. Die Geschichte des Unternehmens mit Peter Sackmann und Ursula Zink-Sackmann an der Spitze begann 1960. Der Aktionsradius des Büros reicht in der Regel von Freiburg bis Karlsruhe. Für Hochwasserschutzprojekte arbeiten die Ingenieure darüber hinaus in ganz Baden-Württemberg. mg